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Blick in die Ländle-Tennisgeschichte (4): Erste Schläge in Feldkirch um 1905

In der absoluten Frühgeschichte des Tennissports spielte neben Bregenz und dem Montafon die Montfortstadt Feldkirch eine bedeutende Rolle.

Tennispartie in Feldkirch, Gottfried Riccabona in der Bildmitte stehend mit dunklem Hut, um 1908

Bereits gleich nach Beginn des 20. Jahrhunderts, nämlich um 1905, wurde in Feldkirch erstmals Tennis gespielt.

Im Buch "DER FALL RICCABONA" - EINE FAMILIENGESCHICHTE ZWISCHEN AKZEPTANZ UND BEDROHUNG IM 20. JAHRHUNDERT, herausgegeben von Peter Melichar und Nikolaus Hagen, Vorarlberg museum Schriften, wurde im Beitrag Gottfried Riccabonas Engagement in Feldkirch von Mag. Christoph Volaucnik auf die Tennis-Frühgeschichte an der Ill hingewiesen.

Auf Seite 283 des Buches schreibt Volaucnik:

EINE SPORTLICHE FAMILIE

Die Familie Riccabona gehörte zu den ersten Feldkirchern, die Tennis spielten. Ein erst kürzlich aus Familienbesitz aufgetauchtes Foto, auf 1905 datiert, zeigt mehrere Personen, darunter vermutlich auch Gottfried Riccabona, auf einem Tennisplatz.

Aufgrund der im Hintergrund zu erkennenden Gebäude, wie der Pümpel’schen Säge, dürfte sich dieser Platz am heutigen Graf-Hugo-Wuhrgang befunden haben. Ende 1926 gab es in Feldkirch erste Initiativen zur Gründung eines Tennisvereins und zur Errichtung einer eigenen Tennisanlage.

Die Stadt überließ zu diesem Zweck Grundstücke am Breiten Wasen in Tosters für einen „Lawn Tennis Platz“.

Im ersten Vorstand des 1927 gegründeten Tennisvereins Feldkirch befand sich auch der Sohn des schon erwähnten Alt-Bürgermeisters Peer, der gleichnamige Jurist Dr. Josef Peer (1902–1991), der nicht nur ein guter Freund Max Perlhefters war, sondern auch zeitweilig als Konzipient in der Kanzlei Riccabona-Oktabeetz arbeitete.

1929 übte Riccabona im Vereinsvorstand das Amt eines Beisitzers aus, 1934 und 1936 wurde er nur noch als unterstützendes Mitglied geführt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Feldkirch sämtliche Sportvereine in der unpolitischen Sportvereinigung Blau-Weiß zusammengefasst.

Danke an Peter Melichar und Christoph Volaucnik für die Erlaubnis des Abdruckes des Textes und der Fotos.

1947 setzte die Sektion Tennis ihre beiden Tennisplätze am Breiten Wasen wieder instand.

Die Familie Riccabona blieb auch dem Tennisclub Blau-Weiß treu, wie erhaltengebliebene Einladungen zu Jahreshauptversammlungen belegen.

Dora Riccabona im Tennis- kostüm, um 1935

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