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Fischer, Oswald und Co. siegen 4:1 gegen Lettland

Mit Martin Fischer und Philipp Oswald stellt das Ländle 50 % des Daviscup-Teams, welches in Lettland...

...um den Klassenerhalt in der zweithöchsten Daviscup-Liga, der Europa/Afrika-Zone, sicherstellte..

Jürgen Melzer hat im ersten Einzel am Schlusstag des Davis Cup-Duells in Lettland den entscheidenden dritten Punkt für das SIMACEK AUSTRIAN DAVIS CUP TEAM geholt. Österreichs Nummer eins besiegte Mikelis Libietis in einer spannungsarmen Partie mit 6:2, 6:2, 6:4. Das ÖTV-Team mit Melzer, Martin Fischer, Philipp Oswald und Alexander Peya schafft damit wie erhofft den Klassenerhalt und spielt auch im Jahr 2015 in der Europa/Afrika Zone I. Bei entsprechenden Erfolgen könnte Österreich im September 2015 wieder um den Aufstieg in die Weltgruppe kämpfen.

Spielt er oder spielt er nicht? So hieß auch am Entscheidungstag des Davis Cup-Auswärtsduells in Valmiera die große Frage. Er spielte nicht: Statt des lettischen Topstars Ernests Gulbis, der sich nicht fit genug für ein mögliches Fünf-Satz-Match fühlte, ging Mikelis Libietis in die Partie gegen Jürgen Melzer. Libietis wurde nach der mehr als achtbaren Doppel-Leistung am Samstag der Vorzug vor Andis Juska gegeben.
Für Melzer hieß es, sich von den Verwirrspielen um die Aufstellung des Gegners nicht aus der Konzentration bringen zu lassen. Gegen den 22-jährigen College-Spieler aus Tennessee, den die ATP-Rangliste nicht kennt, war die Nummer eins des ÖTV-Teams haushoher Favorit und bestätigte das auch von Anfang an auf dem Platz.

Melzer ließ keine Sekunde lang die Sorge aufkommen, dass Österreich in diesem Davis Cup-Duell noch einmal in Gefahr kommen könnte. Breaks zum 3:2 und 5:2 entschieden den ersten Satz und auch die Sätze zwei und drei verliefen ähnlich einseitig und -deutig. Zwischen dem Leistungsniveau der beiden Spieler lagen Welten, entsprechend eindeutig liest sich das Ergebnis: 6:2, 6:2, 6:4 nach 1:28 Stunden.
Mit dem Sieg gegen Lettland erspart sich Österreich ein Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt in der Europa/Afrika-Zone I, das nun Lettland entweder gegen Rumänien oder Schweden bestreiten wird. Die ersten Termine für 2015 stehen auch schon fest: Die erste Runde wird von 6. bis 8. März ausgetragen, ein mögliches Relegationsspiel um den Aufstieg in die Weltgruppe fände von 18. bis 20. September statt.

Stimmen zum Spiel:
Jürgen Melzer:
"Man hat gesehen, dass es doch einen Unterschied zwischen Einzel und Doppel gibt. Im Einzel muss Libietis mehr von hinten spielen, von der Grundlinie ist bei ihm aber wenig gekommen. Mit dem Service hat er sich im dritten Satz noch retten können, da hat man gesehen, dass er gut servieren kann und ich musste bis zum 4:4 warten, um das Break zu schaffen."
"Unser Ziel war, die drei Punkte zu holen. Das haben wir geschafft, jetzt können wir einen Haken drunter setzen. Für mich war es schön, die zwei Matches gewonnen zu haben, sechs Sätze zu spielen. Klar waren die Gegner nicht allzu stark, aber ich hab die Partien konzentriert durchgespielt, wenig anbrennen lassen und nehme die Matchpraxis mit."
Clemens Trimmel, Davis Cup-Kapitän:
"Jürgen war heute wieder klarer Favorit. Man muss es am Platz dann aber auch erst herüberbringen, das hat er souverän gelöst. Auch für einen Außenstehenden war ein riesiger Klassenunterschied zu sehen."
"Meine Aufgabe war es, den Druck, den man sich selber macht, nicht auf das Team zu übertragen. Ich habe auch versucht, die Diskussionen um Gulbis vom Team fernzuhalten. Logischerweise wäre es eine ganz andere Situation gewesen, wenn er gespielt hätte. Aber ich bin nicht verantwortlich für die Aufstellung von Lettland.“
"Unser Ziel war, den Klassenerhalt zu schaffen. Das haben wir erreicht. Wir waren von Anfang an klarer Favorit, so sind wir auch aufgetreten. Es war ein Pflichtsieg, den haben wir eingefahren. Die Burschen haben das sehr gut und professionell gelöst, man kann

ihnen nur gratulieren. Jetzt ist unser langfristiges Ziel, wieder an die Weltgruppe anzuknüpfen.“
Ronnie Leitgeb, ÖTV-Präsident:
"Ich möchte der Mannschaft im Namen des ÖTV und aller Landesverbände danken für die Leistung, die sie gezeigt haben. Das Team hat sich sehr gut und konzentriert vorbereitet und das Ziel erreicht. Die Spieler sind erfahren genug, haben viele Jahre auf der Tour hinter sich und ihre Aufgabe professionell gelöst."
"Grundsätzlich möchte man immer mit der stärksten Mannschaft antreten, das muss das Ziel sein. Wir wollen aber nach vorne schauen: Österreich hat im nächsten Jahr wieder die Chance, in die Weltgruppe aufzusteigen. Darauf müssen wir uns konzentrieren. Meine Linie ist ganz klar: Ich möchte, dass die besten Spieler Österreich in der Nationalmannschaft vertreten."

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