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Neues aus dem ITN-, Ranglisten- und Turnierbereich

Das Jahr 2023 wird ein paar Änderungen im ITN-Bereich und Turnierwesen bringen.

Der Österreichische Tennisverband hat – in enger Abstimmung mit den neun Landesverbänden und der Präsidentenkonferenz, in einem Meeting mit den Vertretern aller Länder sowie auch der sportlichen Leitung des ÖTV, vertreten durch Jürgen Melzer und Marion Maruska – am 4. November 2022 beschlossen, das Projekt ITN Austria zukunftssicher zu gestalten. Bei dem Gespräch, an dem etwa auch WTV-Präsident Christian Barkmann und HTT-Organisator Claus Lippert teilnahmen, hat der ÖTV die eingebrachten Kritikpunkte, Ideen und Vorstellungen nach bestem Wissen und Gewissen berücksichtigt. Daraus haben sich mit Start 1. Jänner 2023 folgende Neuerungen ergeben:

  • Änderung bei den Streichresultaten:
    Die Basis für die Anzahl an Streichresultaten wird nicht mehr wie bisher die Anzahl der gespielten Matches sein, sondern ab 1.1.2023 die Anzahl an Niederlagen, die auch tatsächlich eine ITN-Verschlechterung bewirkt haben. Dabei zählen alle vollständig fertig gespielten und verlorenen Matches sowie alle durch ein Retired verlorenen Matches. Keine Relevanz haben w.o.-Spiele, ebenso sind auch Siege (unabhängig vom Ergebnis) nicht relevant. Die für die Zählung relevanten Ergebnisse und somit potentiell streichbaren Niederlagen werden in der PlayersLounge durch eine Aufnummerierung entsprechend ersichtlich gemacht werden.
    Der erste Streicher kann ab der ersten Niederlage in Anspruch genommen werden, der zweite ab der sechsten Niederlage, der dritte ab der elften usf., also immer je fünf entsprechender Niederlagen ein Streicher. Die prinzipielle Logik bleibt unverändert; der Zeitraum, innerhalb dem eine Niederlage gestrichen werden kann, reduziert sich jedoch auf zwei Wochen.
  • Änderung an den Formelparametern:
    Die bis 31.12.2022 gültige Formel, nach der eine ITN-Veränderung basierend auf der ITN-Differenz der beteiligten Spieler errechnet wird, lautet:
    = a / (b + c * e^(d*x)) 
    (△ = Veränderung, x = ITN-Differenz vor dem Spiel) mit a=0.2501, b=1, c=1.9251 und d=2.3716
    Die neuen Parameter der Formel werden lauten: a=0.25, b=1, c=2.595, d=3.5
    Dies bewirkt, dass die ITN-Änderung bei Spielern mit gleichen ITN-Werten nicht mehr wie bisher 0.086 beträgt, sondern nur mehr 0.070. Auch der Favoritensieg wird nicht mehr so stark belohnt: Bei einer Differenz von 1.000 bisher 0.012, ab 1.1.2023 nur mehr 0.003. Ab einer ITN-Differenz von 1.510 verändert sich die ITN gar nicht mehr, sofern der Favorit gewinnt. Umgekehrt wird ein Außenseitersieg jedoch stärker belohnt als bisher: Gewann der um 1.000 schlechter eingestufte Spieler, so verbesserte er sich bisher um 0.212, nach der neuen Formel um 0.232. Die maximal mögliche Veränderung (0.250) ist für einen Außenseitersieg bereits bei einer Differenz von knapp über 2.000 erreicht (bisher Differenz von 2.820).

In weiterer Folge wird dann ab 2023 intensiv darüber nachgedacht, die Genauigkeit der ITN-Anzeige von derzeit 1/1000 wieder auf 1/100 zu reduzieren. Ebenso gibt es ein Projekt mit der Universität Innsbruck, bei dem analysiert wird, auf welche Art und Weise es sinnvoll möglich wäre, das Ergebnis eines Matches in die Veränderungsrechnung miteinzubeziehen.

Wir werden Tennis-Österreich auf dem Laufenden halten und zu gegebener Zeit über die Umsetzung der weiteren geplanten Schritte informieren.

Bis dahin wünscht das ITN-Team ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2023!


Neuerungen im Turnier-Rule-Book

  • No-Let-Regel
    Bei allen Kids- und Jugendbewerben kommt ab 1.1.2023 die No-Let-Regel (sollte der Ball beim Aufschlag das Netz berühren, wird das Spiel fortgesetzt) zur Anwendung.
  • Rastergrößen
    Die Österreichischen Jugendmeisterschaften (Indoor und Outdoor) und alle JGD-KAT-1-Turniere werden zukünftig mit einem 28er-Raster (die vier topgesetzten Spieler erhalten ein Bye in der ersten Runde) und entsprechender Qualifikation gespielt.
  • Bearbeitungsgebühr für Nachnennungen in allen Altersklassen
    Nachnennungen, die nach dem offiziellem Nennschluss angenommen werden, dürfen nicht für den Hauptbewerb berücksichtigt werden. Diese Spieler dürfen nur in der Qualifikation antreten. Ausgenommen sind Personen, die eine Wildcard bekommen. Nur bei Bewerben, bei denen keine Qualifikation gespielt wird, dürfen die Spieler in den Hauptbewerb hinzugefügt werden, jedoch darf die ursprüngliche Setzliste des Hauptbewerbes hier nicht beeinflusst werden. D.h. Spieler, die vom Ranking her gesetzt werden müssen, dürfen nicht nachmelden!
    Für alle Nennungen, die nach dem offiziellem Nennschluss bei der Turnierleitung eingehen, werden € 10,- Bearbeitungsgebühr zusätzlich zum Nenngeld verrechnet.

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