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Fed Cup

Österreich verliert und jubelt

Das Ziel ist erreicht - weil das Doppel Melanie Klaffner / Sinja Kraus beim Stand von 0:2 gewonnen hat, wird das ÖTV-Team trotz des 1:2 gegen Estland auch im kommenden Jahr in der Europa/Afrika-Zone I spielen.

Feiertag in Tallinn: Das Team um Kapitänin Marion Maruska freute sich mit ÖTV-Präsidentin Christina Toth über den Klassenerhalt. ©GEPA (4)

Nach dem 0:3 gegen Italien und dem 2:1 gegen Griechenland mussten sich die österreichischen Fed-Cup-Damen beim Turnier der Europa/Afrika-Zone I in Tallinn Gastgeber Estland mit 1:2 geschlagen geben. Aber: Der Punkt, den Melanie Klaffner und Sinja Kraus im abschließenden Doppel holten, reichte aus, um in der Tabelle an Griechenland vorbeizuziehen.

Österreich beendete somit das Turnier als Gruppendritter und schaffte den Klassenerhalt. Griechenland spielt am Samstag gegen Bulgarien um den Verbleib in Zone I. Gruppensieger Italien und Estland matchen sich mit Kroatien bzw. Ukraine um die Möglichkeit, sich im April für das Weltgruppen-Finalturnier zu qualifizieren.

"Ich bin wirklich stolz und happy, dass wir das Ziel, das ich ausgegeben habe, erreicht haben", sagte Maruska. "Nach dem Sieg gegen Griechenland habe ich zu glauben begonnen, dass wir es schaffen können. Dass das jetzt schon in der Gruppenphase passiert ist, ist umso schöner." Verantwortlich für den Erfolg sei eine starke Teamleistung gewesen. "Jede Einzelne hat ihren Part erüllt. Julia Grabher hatte als Nummer 1 den großen Druck, bei 0:1 gegen deutlich besser klassierte Spielerinnen reingehen zu müssen; Mira Antonitsch hat gegen die Italienerin Giorgi einen sensationellen ersten Satz hingelegt; und das Doppel mit Melanie Klaffner und Sinja Kraus ist toll eingespielt und hat drei großartige Matches abgeliefert."

Am Freitag unterlag Klaffner, die von Maruska statt der erkrankten Mira Antonitsch aufgeboten wurde, der Estin Elena Malygina (WTA-553) nach 5:2-Führung und vergebenem Satzball 6:7 (5), 2:6. Im Duell der Nummern 1 war die einfache WTA-Tour-Turniersiegerin Anett Kontaveit (WTA-22) für Grabher (WTA-221) eine Nummer zu groß - die Vorarlbergerin verlor 1:6, 2:6. Im Doppel dominierten Klaffner und die 17-jährige Kraus, das dynamische Duo siegte gegen Gorlats / Orav 6:2, 6:4, 6:0.

Das Ziel Klassenerhalt wurde auch deshalb erreicht, weil Italien die Griechinnen mit 3:0 abfertigte. Bei einem 2:1 hätten die Österreicherinnen am Samstag gegen den Abstieg spielen müssen.

3. Spieltag:
Estland - Österreich 2:1
Elena Malygina (WTA-553) - Melanie Klaffner (WTA-525) 7:6 (5), 6:2
Anett Kontaveit (WTA-22) - Julia Grabher (WTA-221) 6:1, 6:2
Valeria Gorlats / Saara Orav - Melanie Klaffner / Sinja Kraus 2:6, 6:4, 0:6

TABELLE

Melanie Klaffner und Sinja Kraus holten den entscheidenden Punkt zum Klassenerhalt
Julia Grabher musste Kontaveits Dominanz neidlos anerkennen
Marion Maruska und Melanie Klaffner während der ersten Partie des Tages

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