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Verbands-Info

Zuviele Assen: Fischer unterliegt (Benjamin) Becker und schnuppert die Luft des Top-100-Niveaus

Wie sein etwas bekannterer Namensvetter Boris Becker hat auch der 28-jährige Deutsche (aus Orscholz im Saarland) Benjamin Becker eine Vorliebe für das Aufschlagspiel entwickelt:

Obwohl mit 178 Zentimetern Höhe kein Hüne donnert der Rechtshänder mit einer beeindruckenden Regelmäßigkeit jedes Match so an die 20 Asse über das 91,4 cm hohe Tennisnetz. So auch heute gegen den schon wieder stark aufspielenden Wolfurter Tennisvirtuosen Martin Fischer. Immerhin 19 waren es genau an der Zahl, 16 mehr als die Ass-Ausbeute von Fischer, der das Jahr mit einem ATP-Ranking von 190 startete. Becker seinerseits rangiert im Moment auf dem respektablen 40. Platz der Weltrangliste. Beckers bestes Ranking stammt übrigens aus dem März des Jahres 2007 und war ein 38. Platz.

Becker spielt also zur Zeit in Topform, und wurde von Fischer trotzdem sehr hart gefordert. In der nicht weniger als 101 Minuten dauernden Partie führte Fischer (Bild) zu Beginn schon mit einem Break vor mit 4:1. Becker, zweifacher deutscher Daviscupper, rettete sich seinerseits mit einem Break in das Tie-break, wo er knapp mit 8:6 die Oberhand behielt.

Im zweiten Durchgang ging es ähnlich knapp über die Bühne, sehr zum Gaudium der anwesenden Scheichs im gegenüber dem Ländle ungefähr dreimal so großen Emirat Katar. Mit 6:4 konnte Becker den Einzug in den Hauptbewerb packen und so die Revanche zum Fischer-Sieg im bisher einzigen Duell der beiden aus dem Jahr 2008 in Baton Rouge (6:4, 7:6 für Fischer....).

In der ersten Runde des Doha-Hauptbewerbs trifft Becker auf den Österreicher Daniel Köllerer, ihn konnten die alemannischen Hardcore-Tennisfans zuletzt beim Superliga-Final-four im schmucken Vandanser Tennis-Stadion begutachten. Und ob seiner Emotionalität auf dem Montafoner Tennissand hörbar auch etwas belächeln...

Noch etwas Zahlensalat zum Spiel Fischers, der sich aufgrund der gezeigten Leistung und des engen Resultat doch zufrieden zeigte: Fischer wehrte immerhin neun der zwölf Beckerschen Breakbälle ab. 81 gegenüber 69 der ausgespielten Punkte machte Becker. Neben dem 3:19 im Assen-Contest musste sich der Wolfurter, der nun mit Kumpel Pipo Oswald nach Australien weiterreisen wird, auch bei den Doppelfehlern (mit 0:6) geschlagen geben.

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