Der Weg nach Kitzbühel führt auch durchs Ländle
Eines der vier Qualifikationsturniere der Westgruppe des GENERALI Race to Kitzbühel führte in diesem Jahr ins Ländle. Von Freitag, 3. Juli, bis Sonntag, 5. Juli 2026, kämpften insgesamt 64 Spieler in fünf ITN-Gruppen um wertvolle Punkte für die Qualifikation zum großen Finale in Kitzbühel.
Das Besondere an diesem Turnierformat: Das Alter spielt keine Rolle. Der jüngste Teilnehmer war gerade einmal zwölf Jahre alt, der älteste 64. Genau diese Mischung aus Nachwuchstalenten, ambitionierten Hobbyspielern und erfahrenen Routiniers sorgte für spannende Begegnungen und unterstrich einmal mehr die verbindende Kraft des Tennissports.
Bevor es für die Besten tatsächlich auf den Centercourt in Kitzbühel geht, warten allerdings noch die Duelle mit den Qualifizierten aus den Regionen OST und MITTE. Am Ende des Weges lockt ein ganz besonderer Preis: 10.000 Euro für den Gesamtsieger.
Dass dieser Traum auch für Vorarlberger Spieler Wirklichkeit werden kann, zeigte bereits das Jahr 2021. Damals triumphierte Tobias Fürschuss vom TC Hard und durfte sich über den Gewinn eines Autos freuen – ein Erfolg, an den man sich im Ländle bis heute gerne erinnert.
Spannende Entscheidungen in allen fünf ITN-Gruppen
In der ITN-Gruppe 4.0 setzte sich Felix Amann vom UTC Schlins durch. Im entscheidenden Match überzeugte er mit einer starken Leistung und gewann mit 6:1 und 6:4.
Auch in der ITN-Gruppe 5.0 gab es einen klaren Sieger. Jesus Garcia Hermandeez vom UTC Schwarzach spielte sich souverän bis ins Finale und ließ dort Elias Rixmann beim 6:1, 6:2 kaum eine Chance.
Dramatik pur bot das Finale der ITN-Gruppe 6.0. Der talentierte 17-jährige Pius Vögel vom UTC Egg hatte sich bereits im Halbfinale in einem engen dritten Satz durchgesetzt. Im Endspiel traf er auf den erfahrenen Alexander Rauter vom TC Haselstauden. Nach einem hochklassigen und umkämpften Duell setzte sich Rauter schließlich mit 5:7, 6:4 und 10:3 durch.
Ein echtes Generationenduell begeisterte die Zuschauer in der ITN-Gruppe 7.0. Der erst 13-jährige Seraphin Zangerle vom TC Dornbirn traf im Finale auf den 46-jährigen Markus Reis vom TC Altenstadt. Beide lieferten sich einen spannenden Kampf, in dem sich Zangerle schließlich mit 6:1, 4:6 und 10:6 durchsetzen konnte. Ein Match, das eindrucksvoll zeigte, wie der Tennissport Generationen verbindet.
Mit 24 Teilnehmern war die ITN-Gruppe 8.0 das größte Feld des Turniers. Der 13-jährige Nikolaus Köpert vom Hietzinger TV hatte sich als Nummer fünf der Setzliste beinahe mühelos bis ins Finale gespielt. Dort wartete mit dem 20-jährigen Gabriel Prettner vom TC Rankweil eine anspruchsvolle Aufgabe.
Prettner versuchte, den jungen Gegner mit hohen Bällen unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen. Es entwickelte sich ein packendes Finale, das erst im umkämpften Match-Tiebreak entschieden wurde. Nach 7:6, 0:6 und 12:10 durfte schließlich Nikolaus Köpert jubeln.
Fairness, Leidenschaft und Vorfreude auf 2027
Turnierleiter Rudolf Bildstein zog nach drei intensiven Turniertagen ein durchwegs positives Fazit:
„Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für ihre Teilnahme und vor allem für das hervorragende faire und sportliche Verhalten auf den Plätzen.“
Damit ging ein Turnierwochenende zu Ende, das nicht nur sportlich viel zu bieten hatte. Junge Talente, erfahrene Routiniers, enge Match-Tiebreaks und großer gegenseitiger Respekt prägten die Veranstaltung.
Die Vorfreude auf die nächste Auflage ist deshalb schon jetzt groß: Das Ländle freut sich auf das GENERALI Race to Kitzbühel 2027!