WTA-Challenger Tolentino: Grabher mit 1. Saisontitel zurück in den Top 100
Seit 2015 ist Julia Grabher bis auf das Coronajahr 2020 in jeder Saison mindestens ein internationaler Turniersieg bei den Damen geglückt. Diese seit 2021 durchgängige Serie geht 2026 nun auch in ein sechstes Jahr: Die 30-Jährige hat beim WTA-125-Challenger in Tolentino am Sonntagabend ihren ersten Titelgewinn in dieser Spielzeit verbucht. Die drittgesetzte Vorarlbergerin (WTA 111) setzte sich im Endspiel gegen die neuntgereihte Spanierin Guiomar Maristany Zuleta de Reales (WTA 170) nach 99 Minuten Spielzeit mit 7:6 (5), 6:2 durch. Für Grabher ist dies der dritte WTA-Challenger-Pokal in ihrer Karriere nach Bari (Italien) im September 2022 und Florianópolis (Brasilien) im Oktober 2025. Mit diesem kehrt die Dornbirnerin am Montag als 99. unter die besten 100 der Welt zurück. „Überglücklich über diesen Erfolg und dankbar für die großartige Unterstützung meines gesamten Teams“, freute sie sich auf ihrer offiziellen facebook-Fanseite.
Grabher hatte in Mittelitalien insbesondere bei ihren ersten drei Auftritten, bei denen sie stets von einem Satzrückstand zurückkam, zu kämpfen. Sie schlug dabei der Reihe nach die Nummern 231, 230 und 229 der Welt: zuerst Jennifer Ruggeri mit 4:6, 7:5, 6:3, dann die Französin Alice Tubello mit 3:6, 6:3, 6:4 und schließlich mit einem 2:6, 6:1, 6:4 gegen Nuria Brancaccio eine weitere Lokalmatadorin – nach 0:2 und 1:3 im dritten Durchgang. Im Halbfinale drehte sie beim 7:6 (5), 6:1 über die zweitgesetzte, für Spanien antretende Russin Oksana Selekhmeteva (WTA 101) einen 2:4- sowie 5:6-Breakrückstand, inklusive zwei Satzbällen für die aufschlagende Gegnerin. Auch gegen Maristany Zuleta de Reales machte Grabher ein 2:4 wett, samt 15:40 bei ihrem Service im siebten Spiel. Im Tiebreak wurde es nach 4:0- und 5:1-Führung noch spannend, ehe sie sich bei 6:5 einen Satzball erspielen und diesen gleich verwerteten konnte. Im zweiten Abschnitt stürmte sie rasch auf 5:0 davon, ihrer Kontrahentin gelang nur noch Ergebniskosmetik. Nach dem Triumph wechselt Grabher in der neuen Woche beim WTA-125-Challenger von Adana (Türkei) von Sand auf Hartplatz.
Durchaus positiv verlief aus rot-weiß-roter Sicht auch ein zweiter der in Kalenderwoche 39 ausgetragenen drei WTA-125-Challenger. Beim Turnier in Porto erreichte Sinja Kraus durch drei Siege die Vorschlussrunde. Die zweitgelistete Wienerin (WTA 95) eliminierte in Portugal die Australierin Lizette Cabrera (WTA 309) mit 6:1, 6:4, Lokalmatadorin Matilde Jorge (WTA 255) mit 6:4, 7:5 und zu guter Letzt die Estin Elena Malygina (WTA 287) nach über dreistündigem Kampf mit 6:7 (5), 6:3, 6:4. Den Strapazen zollte die 24-Jährige aber Tribut und unterlag danach im Duell um einen Platz im Finale der US-Qualifikantin Reese Brantmeier (WTA 385) klar mit 3:6, 0:6. Mit ihren Erfolgen bei der Hartplatzveranstaltung stabilisiert Kraus ihren Platz unter den Top 100 der Welt.